Die Krise als Chance erkennen

Interview mit Loredana Meduri und Alessandro Spanu

29.04.2020

Besondere Impulse, die zum Neudenken anregen und nachhaltig inspirieren: Loredana Meduri und Alessandro Spanu sind seit über 20 Jahren in der internationalen Wirtschaft als Speaker und Motivations-Coach tätig. Liebevoll nennen wir sie unsere „Lieblings-Italiener“. Wie geht es ihnen während der Corona-Krise? Und wie funktioniert ein Perspektivenwechsel in schweren Zeiten?

Liebe Loredana, lieber Alessandro, das Wichtigste zuerst: Wie geht es euch?

Alessandro: Uns geht es gesundheitlich gut und das ist momentan ja das Wichtigste. In den letzten Wochen hatten wir aber immer wieder gemischte Gefühle. Mal waren wir besorgt, dann wieder optimistisch, aber auch glücklich über die Dinge, für die wir derzeit sehr dankbar sind. Zurückblickend sind wir durch die Corona-Krise ganz schön durchgerüttelt worden und haben natürlich auch unsere Phase der Reflexion und Angst gehabt. Aber dann sind wir wieder raus aus dem Tief und rein in die Aktion gekommen und sind tatsächlich gerade in einem kreativen und produktiven Modus.
Mit der Digital Academy haben Loredana Meduri und Alessandro Spanu ein umfangreiches digitales Programm entwickelt, welches Unternehmen hilft, zukunftsfähig zu bleiben und die momentane Situation erfolgreich zu meistern.
Zudem bietet die kostenlose Online-Seminarreihe zum Thema Krisen-Intelligenz Anreize für eine konstruktive Haltung und Tipps, zum bestmöglichen Umgang mit Problemen.

Ihr seht die Krise also als Chance?

Loredana: Absolut, denn wenn der Schmerz am größten ist, ist es auch die Veränderungsbereitschaft. Digitales Coaching haben wir bisher immer etwas vor uns hergeschoben. Ein Grund dafür ist sicher unsere italienische Herkunft – Wir brauchen einfach den lebendigen Austausch! Doch jetzt blieb uns nichts anderes übrig, denn wir wollen uns ja weiterhin mit unseren Kunden austauschen und nahbar sein.

Logischerweise könnt ihr derzeit nicht mehr zu Kunden gehen, um Vorträge und Workshops zu halten. Wie hat sich euer Arbeitsalltag verändert?

Alessandro: Am Anfang haben wir alles auf uns wirken lassen und uns erst einmal zurückgelehnt. Doch das war keine Lösung von Dauer und wir haben das gemacht, was wir unseren Kunden auch immer empfehlen: Synergien schaffen! Und so haben wir uns mit einem Experten zusammengeschlossen und nutzen nun gemeinsam unsere Kompetenzen, um unsere Kunden in dieser Zeit nicht alleine zu lassen.
Wie motiviert ihr euch denn selbst?

Seit vielen Jahren nutzt ihr für eure Arbeit auch die Locations von Design Offices und seid zu einem sehr geschätzten Partner geworden. Wie seid ihr damals auf Design Offices aufmerksam geworden?

Loredana: Auf einem Event am Standort Stuttgart Mitte haben wir Design Offices Gründer Michael Schmutzer kennengelernt. Er meinte damals zu uns: Ich beschaffe die physischen Mittel für die neue Arbeitswelt, ihr sorgt für die mentalen Anreize, damit sich mehr Menschen für die neue Arbeitswelt öffnen. Deswegen passen wir so gut zusammen.

Was hat euch als Coaches von Design Offices überzeugt?

Alessandro: Ganz einfach ausgedrückt: Design Offices ist eine wunderschöne Visitenkarte für uns. Wenn man an euren Standorten ein Training anbietet, ist der Wow-Effekt bei den Teilnehmern sehr groß. Die Möbel, das Ambiente, das freundliche Personal – Es ist ein absolutes Rundumsorglos-Paket für Trainer und Coaches.

Wie hat sich das Arbeiten während eurer Trainings und Workshops verändert, seit diese an den Design Offices Standorten stattfinden? Gab es spürbare Veränderungen hinsichtlich der Zusammenarbeit und des kreativen Austauschs?

Alessandro: Auf jeden Fall. Am Anfang sind die Teilnehmer noch sehr vorsichtig und trauen sich beispielsweise nicht, die Wände zu beschreiben. Doch wenn sie sehen, was sie am Ende des kreativen Trainings alles geschaffen haben, sind sie begeistert und spüren den enormen Unterschied. Der Outcome ist insgesamt ein anderer – die Kreativität wird in euren Räumen richtig angezündet.
Loredana: Ein weiterer wichtiger Punkt: Wenn wir einen Workshop oder einen Vortrag in einer anderen Location anbieten, ist der Briefing Aufwand für uns viel höher, da viele Anbieter von Tagungs- und Eventräumen noch nicht verstanden haben, was für New Work Trainings wichtig ist und benötigt wird. Oftmals müssen wir auch unsere Materialien wie Post-Its und Stifte selbst mitbringen.
Zudem ist das Setting oftmals nicht so innovativ und modern, wie das, was wir in einem New Work Workshop benötigen. Der Raum steht dann im Kontrastprogramm zu unseren Inhalten. Bei Design Offices kommen die Kunden zur Tür rein und sind schon begeistert, sobald sie nur eure Standorte betreten. Dadurch sind sie dann auch bei den Trainings offener. Es ist einfach ein schönes stimmiges Zusammenspiel.
Meine letzte Frage: Worauf freut ihr euch am meisten, wenn die Krise wieder vorbei ist?
Alessandro: Für mich ist es, die Menschen wieder zu umarmen. Das ist eine Sache, die ich wirklich sehr vermisse: den menschlichen Kontakt.
Loredana: Genau, einfach die Familie, Freunde und Kunden wieder physisch zu sehen. Und mal wieder ganz gemütlich Pizza essen zu gehen.

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