Tipps für mehr Achtsamkeit im Berufsalltag

Wie es durch Achtsamkeitstraining gelingt, entspannter und bewusster zu sein

02.07.2020

Bereits kleine Übungen sollen Stress reduzieren, die Jobzufriedenheit steigern und dabei helfen, entspannter mit schwierigen Situationen umzugehen. Doch wie funktioniert Achtsamkeitstraining? Und wie lässt es sich in den Alltag integrieren? Die DO Akademie bietet einen passenden E-Learning Kurs an.
Das Konzept der Achtsamkeit kommt ursprünglich aus dem Buddhismus und ist eine bestimmte Form der Aufmerksamkeitslenkung, die sich nur auf Erfahrungen des gegenwärtigen Augenblicks richtet. Achtsam zu sein heißt also, jeden Moment in all seiner Lebendigkeit und Wirklichkeit so zu erfahren, wie er ist. Und das völlig wertfrei.
Wenn wir ehrlich sind, sind wir nur selten mit unseren Gedanken im Hier und Jetzt. Im Alltag hetzen wir oft von einer Situation zur nächsten, denken beim Frühstück bereits daran, was in der Arbeit ansteht, während im ersten Meeting die Gedanken bereits beim nächsten Termin sind und kurz vor Feierabend wird noch geplant, was am Abend zu erledigen ist. Das verursacht Stress, was sich wiederum negativ auf die Gesundheit auswirken kann.
Dass Achtsamkeitstraining wirklich Sinn macht, zeigen die Ergebnisse zahlreicher Studien: Achtsamkeitstraining hilft unter anderem dabei, den Alltag zu entschleunigen, Stress zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern. Egal, ob die Zusammenarbeit mit einem Kollegen angespannt ist oder sich Probleme bei einem bestimmten Projekt auftun – durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen schafft es jeder, ruhig und objektiv zu bleiben.
Um herauszufinden, wie achtsam man bereits ist, stellt die DO Akademie den Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA) in verkürzter Form zur Verfügung.

Achtsamkeitsübungen – ganz einfach für Zuhause

Bereits mit kleinen Übungen schafft man es, täglich zur Ruhe zu kommen, zu entspannen und bewusster zu leben.
Unser Tipp: Such dir eine Übung aus, die du ab sofort regelmäßig machst. Nimm bewusst wahr, wie du dich währenddessen und danach fühlst. Spoiler Alarm: Es wird dir gut tun!

1. Innehalten

Nimm dir zum Innehalten mehrmals am Tag mindestens eine Minute Zeit. Setz oder stell dich dazu bequem hin und beobachte, wie dein Atem fließt. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper, beobachte deine Gefühle, frag dich, wie es dir geht und schau, was passiert. Denke daran, nicht zu werten, sondern nur zu beobachten. Das mag am Anfang nicht ganz leicht sein, aber es wird mit der Zeit einfacher.
Eine super Übung, um einfach mal zwischendurch Kraft zu tanken und Ruhe zu bekommen! Diese Übung lässt sich auch prima vor einem Meeting durchführen, um sich noch einmal bewusst zu machen, worum es inhaltlich geht und was wirklich zu klären ist.

2. Bewusst gehen

Das Gehen ist eine so automatische Bewegung, dass wir sie kaum wahrnehmen – und genau darum geht es bei der Gehmeditation. Jeder kann die Gehzeit nutzen, um sich zu fokussieren und die Gedanken zu beruhigen. Konzentrier dich dafür nur auf das Gehen, egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder beim Spazieren. Nimm wahr, wie die Füße den Boden berühren und welche Muskelgruppen sich an- und entspannen.
Dies ist eine gute Möglichkeit, ins Hier und Jetzt zu gelangen und den Sorgen eine Pause zu verschaffen.

3. Achtsam Essen

Auch das Frühstück, Mittag- oder Abendessen eignet sich dazu, Achtsamkeit zu lernen. Dafür fragt man sich vor der Mahlzeit: Esse ich aus Hunger oder Appetit? In welcher Stimmung setze ich mich gerade an den Tisch? Wie sieht mein Essen aus und wie riecht es? Während des Essens wird aufmerksam beobachtet, wie sich das Essen anfühlt und wie es schmeckt. Dabei wird langsam und bewusst gekaut.
Diese Übung hilft, bewusster zu essen und ein Bewusstsein für die Lebensmittel zu entwickeln, die wir zu uns nehmen. Im hektischen Alltag schlingen wir oft Mahlzeiten nur nebenbei herunter – ohne wahrzunehmen, was wir da eigentlich essen und woher es kommt.

4. Besser zuhören

Egal ob in einem Meeting oder in einer Unterhaltung mit einem Kollegen: Meistens hören wir eher hin, als zu. Während unser Gegenüber redet, verbringen wir die Zeit nicht mit Zuhören, sondern überlegen uns bereits gleichzeitig, was wir ihm entgegnen. Das bleibt selten unbeobachtet und kann nicht nur Groll schüren, sondern auch zu unnötigen Missverständnissen führen.
Achtsame Kommunikation bedeutet Zuhören und Redepausen auszuhalten. Bemüh dich beim nächsten Gespräch aktiv bei dem zu bleiben, was gerade erzählt wird, ohne sich währenddessen mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen.

Interne Weiterbildungskurse

Durch die DO Akademie steht den Mitarbeitern von Design Offices eine Auswahl an E-Learning Kursen zur Verfügung. Beim sogenannten „Job Crafting“ geht es darum, seine Arbeit neben den gegebenen Bedingungen selbstständig so zu gestalten, dass diese besser zu den eigenen Bedürfnissen und Präferenzen passt. Ein Kapitel des Kurses ist der Achtsamkeit gewidmet.